Andy Fox: Liquid Mayhem
1. März 2010

Im Winter, wenn die Dünung am höchsten ist, finden die wichtigen Surf-Wettbewerbe statt. Der Lärm ist ohrenbetäubend, man vergisst das, wenn man Fotos davon sieht. Unvorstellbare Wassermassen stürzen donnernd in Richtung Strand, an dem die Fotografen mit ihren Telebrennweiten die Aktionen der Surf-Cracks verfolgen. Andreas Fuchs aber, der sich Andy Fox nennt, steht im Wasser. Er bekommt die Wellen auf den Kopf, ist minutenlang untergetaucht, und muss die Orientierung behalten, im Sog, dem sich niemand entgegen stemmen kann. Keine Frage, Andy Fox braucht nicht nur eine spezielle Ausrüstung, sondern auch ein besonderes körperliches Training, um das auszuhalten.


“Liquid Mayhem” heißt so viel wie flüssiges Chaos. Passenderweise hat “mayhem” aber auch die Doppelbedeutung “Körperverletzung”. Jeder Surfer kennt das Risiko, aufs Riff zu knallen oder sich mindestens üble Abschürfungen zuzuziehen. Andy Fox hat diese Serie bewusst schwarzweiß gestaltet, um damit seine persönliche Ausdrucksweise im Unterschied zu den klassischen Sport- und Wettbewerbsfotos zu betonen. Das urtümliche Chaos, die Naturgewalt, kommt so noch besser zur Geltung.

Während er Fotograf des Monats März auf Fotofeinkost ist, porträtiert Andreas Fuchs an Australiens Gold Coast professionelle Surfer. “Ich werde Dale Richards, den einzigen professionellen Aboriginie-Surfer treffen und mit ihm reisen”, schrieb er mir vor seinem Abflug. “Das wird sicher spannende Fotos und Stories geben. Ab Mitte April werde ich Syrien bereisen und in die alte orientalische Kultur eintauchen.” Er ist eben mit vollem Einsatz und Begeisterung für jeden Outdoor-Einsatz zu haben. Ist er ausnahmsweise nicht unterwegs, wohnt er übrigens in Salzburg. Mehr auf seiner frisch renovierten Webseite andy-fox.com.


Bonus Material: Der Film-Klassiker zum Thema Surfen und seinerzeit spektakulären Surf-Szenen mit der Kamera im Wasser heißt Big Wednesday – Tag der Entscheidung von John Milius, spielt in den Sechzigern, kam 1978 als Film heraus und 2003 als DVD: die Freundschaft dreier mit Hosen bis zur Taille bekleideter Surfer-Jungs. Ein toller Unterhaltungsfilm über Surfer-Mädels auf Hawaii von 2002 heißt Blue Crush, mit Kate Bothworth als Surferin, sensationellen Szenen im Wasser und viel Zusatzmaterial auf der DVD.
Wellenjagd ist der Klassiker zum Lesen, von Kem Nunn, ursprünglich unter dem Titel “Tapping the Source” 1984 erschienen, 2002 bei DuMont auf deutsch. Gut gefallen hat mir auch Surf von Daniel Duane, 2003 im Mare Buchverlag auf deutsch erschienen, 1996 im Original unter dem Titel “Caught Inside: A Surfer’s Year on the California Coast”. Leider nicht einfach zu bekommen. Falls das eine Rolle spielt: Meist geht es um den kalifornischen Surf-Lifestyle. Nur Blue Crush spielt in der Heimat des Surfens, auf Hawaii. “Das Blaue vom Himmel” heißt mein eigener, ohnehin vergriffener Roman, der auf Hawaii spielt, darin kommen aber nur Boogie-Boards vor.
Das Foto kam am 02.03.2010 aus Australien an. Es zeigt Nate Yeomans.



und auch Canon mit der “Mark 5D II”. Deswegen ist es toll für mich, hier zu lernen und viel auszuprobieren. Bisher habe ich bei mehreren Kurzfilmen Regie geführt und diverse 






