Kategorie: Lebensmittel

Ratschläge und Praxistipps für Fotografierende.

Cewe Kalender für beruflich oder privat Fotografierende

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10 Tipps zur Kalenderproduktion

Mit einem Bildkalender bleiben Sie ein ganzes Jahr in bester Erinnerung, da muss der Firmenname gar nicht groß auf jeder Seite stehen. Von Cewe hatte ich die Möglichkeit, die Kalenderproduktion zu testen. Damit Sie es zeitlich gut schaffen, Ihren Kalender zu gestalten, habe ich nachfolgend einige Tipps notiert.
1. Legen Sie sich einen Ordner an, in dem für den Upload ausschließlich die 13 Bilder sind, die Sie verwenden wollen.
2. Entscheiden Sie sich jetzt für Bilder im Hoch- oder im Querfomat.
3. Wählen Sie Fotos zu einem klar umrissenen Thema. Sortieren Sie diese nach Monaten, um zu prüfen, ob Sie Passendes für jede Jahreszeit finden. Bei mir sind das Gärten in Japan – mit Ausnahmen bei den Wintermotiven.
4. Bei der Auswahl der Motive solche wählen, die dekorativ sind. Die Beschenkten sollen ja einen Monat lang das Bild angucken (wollen). Da ist die Auswahl eine andere als für einen Bildband, den man durchblättert. Also: Keine Scheu vor typischen Kalendermotiven, wenn es um die Herstellung eines solchen geht.
5. Konvertieren Sie die Bilddateien vorsorglich selbst in den sRGB-Farbraum (Sie fotografieren natürlich in Adobe RGB, aber im Consumerbereich und im Web ist der kleinere Farbraum üblich).
6. Rechnen Sie die Bilddateien eventuell hoch, wenn Sie entweder ein großes Kalenderformat drucken lassen wollen oder eine Kamera mit einem kleinen Sensor benutzt haben. Optimal dazu ist eine Photoshopaktion von Roberto Cassavecchia, mit der ich alle meine Dateien bearbeite, die ich (noch) nicht mit der Vollformatkamera aufgenommen habe.

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Screenshot der Bearbeitungsoberfläche.

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Hier sieht man, dass ich für das Motiv links einen helleren Farbton als den „normalen“ gewählt habe. Die Schriftfarbe ändert sich von weiß zu schwarz.

7. Wählen Sie in der Gestaltungssoftware von Cewe Layout und Oberfläche nach Ihren Wünschen. Ich habe mich für mattes Papier entschieden und finde, es sieht edel aus. Beim Kalendarium habe ich ein schlichtes gewählt mit Angabe der Kalenderwoche, was speziell im Business ganz praktisch ist.
8. Hintergrundfarbe: Sie müssen sich nicht zwischen Schwarz und Weiß entscheiden! Das fand ich das beste Feature: Man kann nicht nur eine individuelle Farbe für den gesamten Hintergrund wählen, sondern diesen sogar seitenweise anpassen. Es macht Spaß, die unterschiedliche Wirkung auszuprobieren.
9. Textfelder: Idealerweise sollte unter jedem Bild stehen, wo es aufgenommen wurde. Ich habe das aus zeitlichen Gründen weggelassen. Wer den Kalender beruflich verschenkt, sollte auch (klein) seinen Namen jeweils dazusetzen. Der soll sich ja beim Kunden einprägen!
10. Wählen Sie ein Titelmotiv und setzen Sie den Titelschriftzug ein. Ich habe ihn ausnahmsweise ins Bild gesetzt, weil sich die Jahreszahl nicht editieren ließ und ich nicht zwei verschiedene Typoelemente unmittelbar nebeneinander haben wollte.

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Gartenschlappen, die ein wenig an Fischköpfe erinnern, sind das Motiv für April.

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Mit schwarzem Hintergrund kommt dieses sehr grafische Motiv am besten zur Geltung.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass ich ein wenig mit der Gestaltungssoftware gehadert habe, bei der sich z.B. Textflächen nicht so präzise justieren lassen, wie ich das aus professionellen Designprogrammen gewöhnt bin. Praktisch fand ich die Farbwahl für den Bildhintergrund, alle anderen Design-Vorgaben waren für mich nicht von Belang. Super war die kurze Lieferzeit und die Qualität des Produktes. Daher kann ich es durchaus als Werbemittel für Fotografen (aus dem Bereich Editorial, Reportage, Reise) empfehlen, für private Zwecke sowieso.

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Beitragsbild: Die beiden schönsten Gärten Japans: Katsura Imperial Villa (Kyoto) auf dem Kalender-Titel und Adachi Museum of Art Garden.

Mit eigenen Fotos wohnen: Direktdruck auf Alu-Dibond

Im Format 60 x 80 direkt belichtet auf eine gebürstete Aluplatte.

Im Format 60 x 80 cm direkt belichtet auf eine gebürstete Alu-Dibondplatte.

Selten bin ich so begeistert gewesen, wenn ein Foto von mir vom Belichter kam. Normalerweise printe ich selbst auf einem Epson 3880 und kann das Ergebnis exakt steuern. Aber das geht eben nur auf Papier, nicht auf einem Bildträger aus Aluminium. Angeregt durch den vorherigen Artikel habe ich gleich einmal die pinkfarbene Wand in meiner Küche neu dekoriert. Dieses  Koi-Motiv aus einem Tempel in Kyoto ist Teil einer größeren Serie über Kois in Tempelteichen. Durch die Alu-Dibond-Fläche kommt seine Mehrdimensionalität erst richtig zum Ausdruck. Wenn das Licht morgens und abends direkt darauf fällt, leuchtet es, als hinge ein Monitor an der Wand. Für ein Bild, bei dem es um Reflexion geht, ist ein reflektierender Untergrund wirklich ideal. Und hier stört die Struktur des Materials nicht. Wenn der Anbieter jedoch damit wirbt, Alu-Dibond sei schon seit Jahren bei Profis beliebt, dann bezieht sich das nicht auf den Direktdruck, sondern auf das Kaschieren von Papierträgern auf Alu-Dibond. Der Direktdruck auf Metall wird ja überhaupt erst seit Kurzem angeboten, Alu-Dibond mit oder ohne Acryl gibt es ja schon mehrere Jahrzehnte.

Detail aus dem Bild oben, auf dem man die Struktur des Untergrundes sieht.

Detail aus dem Bild oben, auf dem man die Struktur des Untergrundes sieht.

Da der Anbieter kein Profil liefert, das sich einbinden ließe, habe ich vorsorglich die Datei vor dem Upload in den gebräuchlichen sRGB-Farbraum konvertiert und den Kontrast angehoben. Das hat gut geklappt. Lieferung erfolgte prompt. Die Aluplatte wird aber ohne Schienen auf der Rückseite geliefert. Die könnte man jedoch bestellen. Alternativ gibt es aufklebbare Plastikquadrate („Couple“) mit Loch in der Mitte als Aufhängung, die man erst nach 12 Stunden belasten darf. Bis jetzt hält es und ich hoffe, das bleibt auch so. Für Fotografen gibt es auch einen XXL-Pix Business-Zugang.

Ehe es jetzt heißt, ich könne die Kamera nicht gerade halten: Das Bild hängt relativ nah an der Kochinsel, außerdem spiegelt man sich in der hellen Oberfläche, wenn man sich gerade davor stellt.

Mit eigenen Fotos wohnen

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Im Moment arbeite ich an anderer Stelle über einen Fotokünstler, der den Hintergrund einer Hotelbar gestaltet hat. Da kam die Presseinformation des Berliner Unternehmens Leinwandwandfoto.de mit dem Link zu einem E-Book über Wohnideen gerade passend. Die verwenden natürlich Stockfotos, aber man kann sich das ja mit eigenen Werken vorstellen. Mir gefallen die Vorschläge mit dekorativen und farblich harmonierenden Motiven in Nutzräumen. Der Spritzschutz in der Küche ist doch eine wirklich gute Idee! Wahrscheinlich hat jeder von uns ein Panoramaformat, das noch nie Verwendung fand, aber dafür top geeignet ist. Auch hässliche Kachelwände im Bad lassen sich mit großen Acrylmotiven überdecken. Das bedenkt man vielleicht nicht, wenn man in eine Mietwohnung einzieht. Ich habe schon seit Jahren Fotos auf Aludibond und hinter Acryl im Bad hängen. Nicht direkt im Naßbereich, aber selbst das wäre wahrscheinlich kein Problem. So lange es eigene Motive sind und kein Gursky kann man sie ja wieder neu machen lassen.

Dem E-Book (PDF) kann man vor allem gegen Ende einige Anregungen entnehmen, zum Beispiel zum Thema Aufhängung.

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Geschenke für Fotografen und Fotofans

Achtung! Bald ist Weihnachten. Suchen Sie ein Geschenk oder möchten Sie sich selbst etwas gönnen? Wie wäre es mit einem Kameragurt ohne Canon-Logo? Die in Frankfurt am Main beheimatete Firma Designstraps hält eine große Auswahl schicker Gurte bereit. Außerdem gibt es dort auch Kamerataschen – sogar Modelle für die stilsichere Fotografin. „Amber’s Cambag“ ist mit 259 Euro allerdings schon ein etwas hochwertigeres Präsent. Farblich und sinnvoll passend zum Buch „Fotografie mit Leidenschaft“!

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Amber’s Cambag Plum

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Notebook-Tasche Ida groß von Affentor

Taschen in Kleinserien stellt Affentor in Frankfurt her. In der Affentor Schneiderei qualifizieren sich langzeitarbeitslose Frauen bis zum Berufsabschluss Modeschneiderin und verbessern so ihren Wiedereinstieg ins Berufsleben. „Affentor verarbeitet ausschließlich Reststoffe (Limited Edition). Um die Meterwaren bis auf den letzten Rest aufbrauchen zu können, nähen wir aus den Stoffresten u. a. Lala, ein kleines Beutelchen, oder Nic, unsere schicken Schlüsselanhänger.“ Für Fotografinnen und Fotografen gibt es wunderschöne individuelle Taschen fürs Notebook oder iPad.

Ein Top-Geschenk für alle Scherzkekse und Polaroid-Fans: Die Polaroll für 19.95 Euro bei Doiy. Instant paper? Oder fürn Arsch? Urteilen Sie selbst:

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Papierspender gesehen bei DoiyDesign

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Echt selbst gemalt – von Hellopetie bei DaWanda

Sie möchten nichts Vorsortiertes, sondern selbst stöbern? Dazu empfehle ich DaWanda, die Plattform für Selbstgestaltetes und Kleinunternehmer. Mit dem folgenden Link kommen Sie gleich in die Auswahl für Fotografierende. Dort gibt es dann noch mehr Sofortbildverehrung, Kameragurte und Scherzartikel wie „Brennweite“:

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Es ist Beton. Gibt es im DaWanda-Shop von Herr Mandel

Jetzt responsive: Erfolg als Fotograf.de

Seit heute ist die neu gestaltete Site Erfolg als Fotograf online. Ursprünglich als Blog zum Buch gestartet (und dann verkümmert), wird sie zukünftig die Haupt-Beratungseite werden. Neben der klassischen Beratung biete ich dort nun auch zwei zusätzliche Module an: Die Besprechung des Webauftritts sowie das Editing des Portfolios, wobei letzteres sich hauptsächlich an jene richtet, die schon einmal zu einer Beratung bei mir waren. Mit Blick auf die zahlreichen interessierten Fotografinnen und Fotografen, die sich aus weiter entfernten Gegenden melden, wird die Online-Beratung generell in den Mittelpunkt rücken.

Der Newsletter

Neu ist auch, dass ich nun einen kostenlosen Newsletter anbiete, der in etwa 12 Ausgaben pro Jahr die wichtigsten Beiträge und Anregungen zum Thema Selbstmarketing für Fotografen zusammenfassen wird. Wenn Sie also an Anregungen interessiert sind, Ihre Kundenkontakte und Ihre Auftragslage zu optimieren, dann tragen Sie sich ein (z.B. hier rechts in der Randspalte).
In einem einwöchigen amerikanischen Webinar-Bootcamp zum Thema Marketing für Hochzeitsfotografen habe ich einiges entdeckt, dass sich für jeden anderen Fotografen ebenfalls eignet. Darüber werde ich berichten. Dadurch angeregt, habe ich mir in den letzten Wochen zahlreiche Online-Marketing-Tools angesehen. Und leider die meisten als für den deutschsprachigen Raum nicht verwendbar verworfen. Man ist schon im Nachteil, wenn man nicht Englisch als Muttersprache hat!

Der weitere Plan

Im Zuge der Umstellung auf ein responsives Webdesign (mehr dazu hier) werde ich auch die Fotofeinkost erneut umbauen. Im den nächsten Wochen habe ich aber so viele Veranstaltungen, dass ich womöglich erst gegen Ende des Jahres dazu komme. Wir werden sehen. So viel erst einmal in eigener Sache. Ich freue mich natürlich über Feedback.

Cinemagraph erstellen

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Cinemagraphen sind animierte Bilder, in denen sich ein Element in dem sonst festen Standbild bewegt. Durch die Aufnahme eines Videos und anschließender Bearbeitung in Photoshop lassen sich kleine Animationen erzeugen. Die beiden New Yorker Jamie Beck und Kevin Burg stellten vor zwei Jahren die ersten „lebendigen“ Fotos ins Netz. Sie erstellen heute Cinemagraphs für Modelabels und Werbekunden. Zu Basteln kann sich also durchaus karrierefördernd auswirken.

Selbst eine App für das iPhone namens Cinemagram gibt es inzwischen auf dem Markt. Für das iPad wurde die App Echograph entwickelt, die animierte Bilder in HD-Qualität erzeugen kann. Das Portal Preisvergleich.de hat diesen Trend aufgegriffen. Es stellt erstmals redaktionelle Inhalte passend zu Produkten, wie in diesem Fall zu Kameras, kostenlos bereit. Den Anfang macht ein Video-Tutorial zur Erstellung eines Cinemagraphen.

Die drei Tutorials, die unter preisvergleich.de/specials/cinemagraph abrufbar sind, beschäftigen sich mit zwei verschiedenen Ansätzen, um einen Cinemagraph zu erstellen. So beinhalten die ersten beiden Videos die Erstellung in Photoshop CS5 und CS6, welche gezielt auf Einsteiger zugeschnitten sind. Eine etwas anspruchsvollere Version in CS6 zeigt Profis wie ein Cinemagraph webbasiert bearbeitet wird.

Das Copyright der Fotos liegt bei Preisvergleich.de und der jeweiligen Fotografen.

Fotos richtig selbst drucken

Mehrfach im Jahr veranstaltet Hermann Will, Herausgeber des Magazins Fine Art Printer, in meinen Schulungsräumen seine beliebten Druckerseminare. Ausnahmsweise sind für das Seminar am 7. und 8. Juni 2013 noch Plätze frei. Man muss kein Ingenieur sein, um teilzunehmen und Spaß am Drucken zu bekommen! Im Gegenteil. Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse für Jedermann und -frau. Anmeldung bitte formlos beim Fine Art Printer.

Blackrapid Kameragurt für Frauen

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Gurte, an denen die Kamera kopfüber an der Seite hängt, sind schwer im Trend – und überaus praktisch für alle, die schnell die Kamera schußbereit haben wollen. Die Befestigung erfolgt dabei nicht über die normalen Ösen an der Gehäuseseite, sondern über eine Schraube, die in das Stativgewinde gedreht wird. Das ist auch schon der einzige Handlingnachteil: Wer zwischen Schnappschüssen und Aufnahmen vom Stativ häufig hin und her wechseln möchte, braucht eine Schnellkupplungsplatte, die wiederum über eine Öse verfügt.

Ideal ist der Gurt bei der Hochzeits- oder Street Photography. Es ist unendlich viel angenehmer als alle Alternativen, wenn die schwere Kamera-Objektiv-Kombi am Oberschenkel baumelt und das Gewicht diagonal verteilt ist. Das teure Teil an eine Schraube zu hängen, wirkt ein wenig beängstigend, ist aber Gewohnheitssache. Erfunden hat das R-Strap-System übrigens Ron Henry 2008, Gründer und CEO von Black Rapid aus Seattle. Ein schönes Beispiel auch, wie ein Fotograf mit Erfindungsgeist ein hochprofitables Zubehör-Unternehmen aufzieht. Auch der Women’s Strap ist nicht neu, aber hierzulande noch nicht so bekannt. Lieferbar ist der Women’s Strap in Deutschland bei Enjoyyourcamera. Eine echte Erleichterung für Berufsfotografinnen. Ein super Ostergeschenk für Frau oder Freundin zum Beginn der Outdoor-Fotosaison!

Wie praxisnah dort entwickelt wird, zeigt der RS-W1 Sling Camera Strap „Women’s Floral“. Ab etwa Körbchengröße C würde das Gewicht einer Vollformatsensorkamera samt Zoomobjektiv diagonal getragen denn doch unangenehm drücken. Der Women’s Strap hat die Form einer Kurve eingebaut, um sich der weiblichen Anatomie anzupassen. Wer einmal genau sehen möchte, was man wie alles verstellen kann, schaut sich am besten das folgende Video an.

Ich bin dann auch mal unterwegs, den RS-W1 im schicken Floraldesign diagonal über der Schulter.

Abisag Tüllmann Preis

Die Absag Tüllmann Stiftung schreibt alle zwei Jahre einen Wettbewerb für professionelle Fotojournalisten aus. Mit dem Abisag Tüllmann Preis soll das Andenken an eine große deutsche Fotografin gewahrt und gefördert werden. Der Preis wurde 2011 zum ersten Mal vergeben. Die Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmer sollen neben ihrer dokumentarischen Bedeutung einen künstlerischen Wert besitzen.
Die Abisag Tüllmann Stiftung schreibt 2013 zum zweiten Mal den Abisag Tüllmann Preis aus. Die Preissumme beträgt insgesamt 10.000 Euro. Eine sachkundige Jury wird im Herbst 2013 über die Vergabe des Abisag Tüllmann Preises entscheiden. Die ausgezeichneten Fotos werden anschließend in der Heussenstamm-Galerie in Frankfurt am Main gezeigt. Anmeldeschluss ist der 31. Juli 2013.
Außerdem erfolgt am 19. Februar 2013 in Frankfurt in der Heussenstamm-Galerie in Frankfurt unsere Eröffnung der Siegerbilder vom ersten Wettbewerb 2011. Den 1. Preis teilen sich die Fotografinnen Anja Niedringhaus und Nathalie Mohadjer.

Das eigene Fotobuch von Cinebook

Der Weg zum eigenen Fotobuch war noch nie so leicht: Es gibt seit Jahren diverse Anbieter, die auch eine Layoutsoftware bereithalten. Wie bei allem, kommt man aber auch beim Fotobuch nicht umhin, vorweg einige Detailentscheidungen zu treffen. Eine sehr wichtige ist die Frage: Gedruckt oder ausbelichtet? Bei jedem Buch, das gedruckt wird,  muss der ursprünglich an der Kamera eingestellte Adobe-RGB-Farbraum in den geradezu winzigen CMYK-Farbraum konvertiert werden. Das fällt besonders dann unangenehm auf, wenn man Motive mit einer feinen Farbdifferenzierung beispielsweise im Grünbereich hat. In diesem Fall ist das Ausbelichten die erste Wahl. Zudem hat es den Vorteil, dass doppelseitige Bilder nicht in den Beschnitt gehen, sondern nur einen kaum störenden Knick in der Mitte aufweisen. Lediglich am Anfang und Ende des Bandes muss man bedenken, dass der feine Stoff des Umschlags nach innen gefalzt wird und man besser keine bildwichtigen Partien an den Rand legen sollte.

Wenn es also darum geht, feinste Tonwerte zu erhalten, und sich die Präsentation des eigenen Bildmaterials an Kunden richtet, die Prints sehen wollen, kann ich Cinebook bestens empfehlen. Die im Juli 2011 ins Leben gerufene Marke ist ein Angebot der CinePostproduction GmbH, einem Tochterunternehmen der Cinemedia Film AG in Grünwald. Diese wiederum ging aus der 1911 von Karl August Geyer gegründeten ersten Filmkopieranstalt Deutschlands hervor. Damit steht das Cinebook geradezu symbolisch für die Verschmelzung der Anwendung von Lauf- und Stehbild.

Ich durfte das Cinebook testen und wählte dazu unter anderem einige Motive aus japanischen Gärten, die sich als äußerst widerspenstig in der Konvertierung für den Druck erwiesen hatten. Im Unterschied zu anderen Anbietern von echten Fotobüchern, die Fotos zusammenkleben und das auch immer so aussieht, wirkt das Cinebook wie ein Portfolio. Die Anlieferung des fertigen Produkts ging unglaublich schnell, ein echter Vorteil für Profis, die kurzfristig etwas Schickes für die Präsentation beim Kunden brauchen. Die hochwertige Mappe mit dem Magnetverschluss ist wunderschön, aber auch (was okay ist) empfindlich. Man sollte sie nicht, wie ich, zum Filmen auf einen Stein legen. Sehen Sie selbst:

Cinebook hat zehn 25%-Gutscheincodes spendiert, die ich jedoch individuell per Email verschicken muss. Wer sich interessiert: Bitte bis zum 24. September 2012 posten, welche Fotos Sie gerne in einem Cinebook präsentieren würden. Melden sich mehr als 10 Interessenten, entscheidet das Los.

Und apropos Präsentation: Die Neuauflage von „Erfolg als Fotograf – Wie man sein Können optimal präsentiert“ ist gerade beim Buchbinder. Die letzten Exemplare der ersten Auflage versendet dieser Tage Frau Neumann.

Kontrolle beim Fotografieren: Die Pose

Wenn die Stimmung im Freundes- oder Familienkreis ihren Höhepunkt erreicht hat, dient ein Schnappschuss, verstärkt durch ein Blitzlicht, dazu, ihn zu unterstreichen. Wo es lustig war, soll das Foto die Ausgelassenheit widerspiegeln. Eine harmlose Sache war das, bis es üblich wurde, Bilder zu posten und damit von der Privatheit in die Öffentlichkeit zu entlassen. Was für den einen ein kurzlebiger Spaß, kann für den Fotografierten die Bloßstellung in einer von ihm als sehr peinlich empfundenen Situation sein. Früher gehörte das spätere Betrachten schrecklicher Schnappschüsse zum Vergnügen oder der Peinlichkeit eines Festes dazu. Heute bergen sie eine Zeitbombe, die hochgehen kann, wenn beispielsweise ein Personalchef, der gerade die Bewerbungsunterlagen des Abgebildeten vorliegen hat, beim Googeln darauf stößt.

Sängerin vor dem Shinjuku-Bahnhof in Tokio reißt die Arme fürs Foto hoch und kombiniert sich prima zum Absperräffchen im Vordergrund.

Kontrolle über das Bild ist ein für das Fotografieren jetzt und in Zukunft extrem wichtiger Vorgang. Im Rahmen des privaten Fotografierens hat das Gegenüber eine gebräuchliche Möglichkeit, um die Situation und das Ergebnis zu kontrollieren, nämlich das Einnehmen einer Pose. Sie soll unter anderem die Unsicherheit verbergen, die empfindet, wer es nicht gewohnt ist, vor der Kamera zu stehen. Es geht um eine angemessene Selbstrepräsentation. In einer sehr formal strukturierten Gesellschaft wie der japanischen, kann man das gut beobachten. Bei wichtigen Anlässen werden alle in Position gebracht und der Ausdruck genau bemessen. Auf informellen privaten Fotos muss anscheinend obligatorisch das Victory-Zeichen in die Kamera gehalten werden.

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Bildbearbeitung in Paris

Immer wieder ein Thema, vornehmlich für alle, die nicht kommerziell fotografieren: Wie halte ich es mit der Bildbearbeitung? Mit geht es mit Photoshop jedenfalls wie früher mit der Dunkelkammer. Habe ich länger nichts entwickelt, muss ich mich erst mühsam wieder an die Routinen gewöhnen. Für nur mal ein paar Fotos nebenher lohnt kaum der Aufwand. Nun gibt es endlich eine professionelle Bildbearbeitung zu erschwinglichen Preisen. Dass sie bei einer Firma in Paris stattfindet, spielt zwar eigentlich keine Rolle, ist aber eine schöne Vorstellung. Pimpyou heißt die Webseite des Start-ups, in dem momentan etwa zehn Fotografinnen und Fotografen arbeiten, die auf der Website auch namentlich und mit Ausbildungsweg aufgeführt sind.
Metropolitan Photographer – so heißt die Agentur – bietet drei unterschiedliche „Pimps“ an: Basic, Classic und Premium für 5 Euro, 12 und 19 Euro, getreu dem alten Marketingmotto, biete drei Varianten an, dann entscheiden sich alle für die mittlere Preiskategorie. Selbige durfte ich kostenlos testen.
Hingeschickt habe ich dieses Foto mit dem Hinweis, ich hätte gerne die Kante rechts weg:
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Die ideale Reisekamera

Bruecke, Japan 09

Hauptsache alles scharf abgebildet und gutes Wetter.

Beinahe hätte ich mir eine neue Tasche für meine Ausrüstung gekauft, mit der sich die SLR-Brocken angeblich leichter transportieren lassen. Dann bemerkte ich, dass der Rucksack leer schon zusätzlich gut ein Kilo wiegen würde. Und mit mehr als vier Kilo Ausrüstung sollte ich täglich rund fünf Stunden durch Japan laufen? Hatte ich nicht schon im vergangenen Jahr beschlossen: Nie wieder?
Schließlich macht man unterwegs nur Reisefotos! Und davon taugen mindestens neunzig Prozent zu nichts Ernsthaftem. Nun denken Sie: „Bei der vielleicht“ oder „Ja, wie? Ich fotografiere doch nur im Urlaub“. Schlimm genug! Wer nicht zu Hause fotografiert, sondern lediglich, wenn er verreist, weiß nicht, was er/sie verpasst. Auf jeden Fall natürlich, „richtige“ Fotos zu machen.
Wobei man grundsätzlich scharf unterscheiden muss zwischen den Wenigen, die mit einem klaren Plan oder Auftrag verreisen, um zu fotografieren, und jener Masse, die sich in der Welt rumtreibt, und dabei Fotos macht. Zu was sollen die gut sein, außer sie im Bekanntenkreis zu zeigen? Und wenn das so ist, brauche ich dafür eine Spiegelreflexausrüstung? Oder gar eine SLR-Kamera mit Vollformatsensor? Das RAW-Format nebst Notebook zum Speichern der Dateien? Damit ich die Fotos anschließend auf 72 dpi runterrechnen kann, um sie übers Internet zu verschicken oder auf eine Webseite zu stellen? Was für ein leer laufender Aufwand! Weiterlesen