14. Oktober 2011

Schnappschüsse mit dem - wie man sieht - notgedrungen meist einhändig gehaltenen iPhone von der Frankfurter Buchmesse.
In den Hallen 3 und 4 konzentrieren sich auf der Frankfurter Buchmesse die deutschsprachigen Literatur- und Fachverlage. Hinzu kommen spezielle Länder übergreifende Bereiche wie beispielsweise Lehrbuchverlage in Halle 4.2 und die für Fotointeressierte besonders interessante Halle 4.1. Im Gang vor der Halle geht es schon los mit der Kalenderschau, die zeigt, was heute als Bildkalender gekauft wird. Katzen gehen immer. Darauf setzt auch der Knesebeck Verlag rechts vom Halleneingang immer der erste, in dessen Stand man landet.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Veröffentlicht in Kiosk
| Kommentare deaktiviert
14. Oktober 2011
Ein paar Eindrücke von meinem Messerundgang, direkt aus dem iPhone. Leider sind die Messestände nicht fototauglich ausgeleuchtet. Morgen, Samstag, den 15. Oktober und Sonntag, den 16. Oktober 2011 ist die Frankfurter Buchmesse ab 9 Uhr morgens für jeden geöffnet.

Die zahleichen Bücher über Bücher, Bibliotheken und Buchläden signalisieren für mich das Ende eine Ära. Das dominierende Thema der Messe war das eBook und ePub 3.0.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Veröffentlicht in Kiosk
| Kommentare deaktiviert
7. Oktober 2011
“Kill Your Darlings ist das einzigartige Ausstellungs- und Buchprojekt gleichnamiger Gruppe von Fotografinnen und Fotografen. Das martialisch klingende Kill Your Darlings beschreibt die strikte Vorgehensweise ihrer Mitglieder bei der Bildauswahl”, heißt es im Projekttext. Der Abbildung von Realität verpflichtet, schaffen die Studenten von Peter Bialobrzeski (und Wolfgang Zurborn) an der Hochschule für Künste in Bremen den Spagat von der künstlerischen Dokumentation, wie bei Sebastian Burger, dessen Baku-Fotografien hier bereits vor einem Jahr vorgestellt wurden, zu konzeptionellen Arbeiten, wie der über die Konstruktion von Bewegung von Tine Reimer und André Hemstedt. Letzterer ist inzwischen selbst geschätzter Lehrender am Photo- und Medienforum in Kiel, wo ich ihn neulich kurz kennenlernte.
Sehr zugute halten muss man jedem Lehrenden, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, nämlich ein wenig Aufsehen und Wirbel zu erzeugen oder zumindest bei den Studentinnen und Studenten das Bewußtsein dafür zu schärfen, dass von alleine nichts passieren wird. So präsentieren sich nun Studenten aus Bremen in einer gemeinsamen Schau, kuratiert von Ute Noll: “Kill Your Darlings“. Beim Kerber Verlag erschien der Katalog zur Ausstellung.
Darin findet sich viel Schönes, so die Arbeit von Franziska von den Driesch, die Konfirmanten in ihrem “Kinder”-Zimmer fotografierte: Hinter sich der Pferdekalender, vor sich eine Karriere als Assistentin der Geschäftsleitung!? Zur Konformation scheint es heute das erste Business-Outfit zu geben. Auch Dörte Haupt hat sich mit Zukunftsaussichten befaßt – ihren eigenen – und sich sehr gelungen in den Rollen als Richterin, Tennisstar, Gattin oder gar Sportlehrerin inszeniert. Das Was-wäre-wenn-Spiel betreibt auch Tine Casper in bekannter Perfektion mit Selbstinzenierungen in den Familien ihrer Exfreunde.
Fotoarbeiten von Anja Engelke
Einen vollständig anderen Weg ging Anja Engelke mit ihrer Arbeit “Piece of Cake”. Sie verleibte sich Fotoikonen ein. Dazu hat sie berühmte Fotografien nachgebacken, abfotografiert und dann aufgegessen. Kill your Darlings! (Was eigentlich nur heißen soll, man dürfe nicht an seinen Lieblingsfotos hängen.) Wenn das bekannte Foto von Alec Soth mit den zu Schwänen gefalteten Handtüchern auf dem Bett zur Torte wird, dann ist das Fotofeinkost. Deshalb wird hier die Foto-Patisserie stellvertretend für alle Darlings abgebildet. Recht hat Anja Engelke, wenn sie feststellt, “wie wichtig es ist, sich in der Fotogeschichte auszukennen. Denn sie bildet das Fundament, ohne das die Fotografie in ihrer heutigen Form nicht existieren würde.”
Diesen Beitrag weiterlesen »
Veröffentlicht in Frischwaren
| 1 Kommentar »
29. September 2011

Eines der drei Motive, die ich auf 40 x 60 cm bei The Printspace vergrößern ließ.
Der unschlagbare Vorteil des selbstangefertigten Fine Art Prints liegt schlicht in der unmittelbaren Verfügbarkeit. Vor allem seit es für das heimische Druckvergnügen Papiere mit barytierten Oberflächen gibt, trauert man der Arbeit in der Dunkelkammer nicht mehr nach. Für Fotografierende, die sich am malerischen Effekt erfreuen, ist der Tintenstrahldruck auf besonderen, oft strukturierten Papieroberflächen attraktiv. Überhaupt gibt es ja viele, die Fotografien umso mehr schätzen, je mehr sie nach Gemälde oder Grafik aussehen. Sie fühlen sich durch Arbeiten auf Fotoleinen angesprochen, das für andere wiederum ein absolutes No-no ist. Klar, dass bei einer groben Struktur des Untergrunds Details und Feinheiten verloren gehen.
Wer auf feinste Farbabstufungen Wert legt, ist mit einem ausbelichteten Print nach wie vor am besten bedient. Den muss man bestellen und das sollte man ausschließlich bei einem Fachlabor tun. Warum? In jedem “normalen” Fotolabor durchlaufen die Daten einen Optimierungsprozeß, weil die Mehrzahl der Aufträge von Amateuren kommen. Um das Bildergebnis vorhersehen zu können, ist es erforderlich, sich die entsprechenden ICC-Profile zu laden und ein Soft Proof herzustellen. Ganz vorzüglich funktionierte dies bei The Printspace, einem in England beheimateten Fachlabor, bei dem ich drei Prints auf Aludibond anfertigen ließ. Gegründet wurde The Printspace 2007 von Stuart Waplington, dem Bruder des Fotografen Nick Waplington, der Ende der Achtziger Chaos und Perspektivlosigkeit von zwei Familien dokumentierte (“Living Room” erschien 1991 bei Aperture).
Einen ähnlich spektakulären künstlerischen Erfolg bekommt man nicht mitgeliefert, wohl aber extrem gut verpackte Bilder.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Veröffentlicht in Brot & Butter
| 3 Kommentare »
13. September 2011

Michel Campeau: Darkrooms
In der Galerie Robert Morat in Hamburg läuft noch bis zum 29. Oktober 2011 eine Ausstellung mit den Arbeiten des kanadischen Fotografen Michel Campeau. Dieser hat in Dunkelkammern fotografiert und viele werden denken, auf die Idee hätten sie auch kommen können. Wer die analoge Fotografie im eigenen Labor aktiv betrieben hat, wird sicherlich ein wenig sentimental beim Anblick von Campeaus Serie. Es ist ein Verdienst, dass er die Gerüche und Improvisationskunst, die Chemiereste und die in der Luft liegende künstlerische Inspiration des Laboranten so wunderbar eingefangen hat. Martin Parr machte den 1948 geborenen und in Montreal lebenden Fotografen durch die Publikation der Arbeiten in einem Bildband bei Nazraeli Press international bekannt.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Veröffentlicht in Delikatessen
| Kommentare deaktiviert