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	<title>Kommentare zu: Peter Bialobrzeski: Paradise Now</title>
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	<description>Dr. Martina Mettner&#039;s</description>
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		<title>Von: cabo</title>
		<link>http://www.fotofeinkost.de/peter-bialobrzeski-paradise-now/comment-page-1/#comment-33</link>
		<dc:creator>cabo</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 14:55:50 +0000</pubDate>
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		<description>Besonders interessant finde ich die Passage, in der Bialobrzeski darüber spricht, dass er früher Bilder &quot;wie aus GEO&quot; im Kopf gehabt habe, sich davon befreien wollte und dies auch von seinen Studenten erwarte.

Der Effekt ist bekannt, auch ich habe ständig die Bilder aus National Geographic, GEO, mare o.ä. im Kopf und bin sicher stark davon beeinflusst. Die Frage ist, inwieweit das eine Einschränkung darstellt. Natürlich gibt es ausgefallenere Arten, zu fotografieren, diese erscheinen mir aber oft einfach als Gimmick, als eine zwanghafter Versuch, anders zu sein nur des Andersseins willen. Die Beispiele von Herrn Bialobrzeski (nächtliche Pflanzen) sind ein eindrückliches Beispiel dafür. So hat möglicherweise noch niemand diese Pflanzen fotografiert - und das womöglich aus gutem Grund. Zumindest ich kann diesen Bildern weder neue Informationen noch eindrückliche Emotionen abgewinnen.

Trotzdem bleibt die Frage, ob der Stil der vorherrschenden Magazine der Weisheit letzter Schluss ist. Gerade gestern habe ich noch eine Fotostrecke in der aktuellen (amerikanischen) Ausgabe des National Geographic gepriesen. Jodi Cobb hat Venedig fotografiert (http://ngm.nationalgeographic.com/2009/08/venice/newman-text). Das ist ein extrem schwieriges Assignment, finde ich, da es kaum eine häufiger fotografierte Stadt geben dürfte und jedermann zu wissen glaubt, wie es dort aussieht. Jodi Cobb hat es gut gemacht; besonders gefallen mir das 4., 7., 8. und 11. Bild der Strecke. Sicher hätte sie mit optischen Tricks wie etwa den Langzeitbelichtungen des Herrn Bialobrzeski arbeiten können und dann hätte dann wahrscheinlich origineller gewirkt. Der Informationsgehalt wäre aber sicher geringer geworden. Wesentlich scheint mir bei der Magazinfotografie zu sein, dem Betrachter etwas zu zeigen, das man auch mit blossem Auge sehen kann, so man am Ort ist. Das ist bei den nächtlichen Pflanzen nicht der Fall; die sehen nur durch die fotografische Technik so aus.

Kurz und gut: es kommt sehr darauf an, mit welchem Ziel und für welche Zielgruppe man fotografiert. Das sich die künstlerische Fotografie von der Magazinfotografie unterscheidet ist sicher nichts Neues; Herrn Bialobrzeskis Studenten werden sich in dieser Hinsicht auch entscheiden müssen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders interessant finde ich die Passage, in der Bialobrzeski darüber spricht, dass er früher Bilder &#8220;wie aus GEO&#8221; im Kopf gehabt habe, sich davon befreien wollte und dies auch von seinen Studenten erwarte.</p>
<p>Der Effekt ist bekannt, auch ich habe ständig die Bilder aus National Geographic, GEO, mare o.ä. im Kopf und bin sicher stark davon beeinflusst. Die Frage ist, inwieweit das eine Einschränkung darstellt. Natürlich gibt es ausgefallenere Arten, zu fotografieren, diese erscheinen mir aber oft einfach als Gimmick, als eine zwanghafter Versuch, anders zu sein nur des Andersseins willen. Die Beispiele von Herrn Bialobrzeski (nächtliche Pflanzen) sind ein eindrückliches Beispiel dafür. So hat möglicherweise noch niemand diese Pflanzen fotografiert &#8211; und das womöglich aus gutem Grund. Zumindest ich kann diesen Bildern weder neue Informationen noch eindrückliche Emotionen abgewinnen.</p>
<p>Trotzdem bleibt die Frage, ob der Stil der vorherrschenden Magazine der Weisheit letzter Schluss ist. Gerade gestern habe ich noch eine Fotostrecke in der aktuellen (amerikanischen) Ausgabe des National Geographic gepriesen. Jodi Cobb hat Venedig fotografiert (<a href="http://ngm.nationalgeographic.com/2009/08/venice/newman-text)" rel="nofollow">http://ngm.nationalgeographic.com/2009/08/venice/newman-text)</a>. Das ist ein extrem schwieriges Assignment, finde ich, da es kaum eine häufiger fotografierte Stadt geben dürfte und jedermann zu wissen glaubt, wie es dort aussieht. Jodi Cobb hat es gut gemacht; besonders gefallen mir das 4., 7., 8. und 11. Bild der Strecke. Sicher hätte sie mit optischen Tricks wie etwa den Langzeitbelichtungen des Herrn Bialobrzeski arbeiten können und dann hätte dann wahrscheinlich origineller gewirkt. Der Informationsgehalt wäre aber sicher geringer geworden. Wesentlich scheint mir bei der Magazinfotografie zu sein, dem Betrachter etwas zu zeigen, das man auch mit blossem Auge sehen kann, so man am Ort ist. Das ist bei den nächtlichen Pflanzen nicht der Fall; die sehen nur durch die fotografische Technik so aus.</p>
<p>Kurz und gut: es kommt sehr darauf an, mit welchem Ziel und für welche Zielgruppe man fotografiert. Das sich die künstlerische Fotografie von der Magazinfotografie unterscheidet ist sicher nichts Neues; Herrn Bialobrzeskis Studenten werden sich in dieser Hinsicht auch entscheiden müssen.</p>
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