Das eigene Fotobuch von Cinebook

Der Weg zum eigenen Fotobuch war noch nie so leicht: Es gibt seit Jahren diverse Anbieter, die auch eine Layoutsoftware bereithalten. Wie bei allem, kommt man aber auch beim Fotobuch nicht umhin, vorweg einige Detailentscheidungen zu treffen. Eine sehr wichtige ist die Frage: Gedruckt oder ausbelichtet? Bei jedem Buch, das gedruckt wird,  muss der ursprünglich an der Kamera eingestellte Adobe-RGB-Farbraum in den geradezu winzigen CMYK-Farbraum konvertiert werden. Das fällt besonders dann unangenehm auf, wenn man Motive mit einer feinen Farbdifferenzierung beispielsweise im Grünbereich hat. In diesem Fall ist das Ausbelichten die erste Wahl. Zudem hat es den Vorteil, dass doppelseitige Bilder nicht in den Beschnitt gehen, sondern nur einen kaum störenden Knick in der Mitte aufweisen. Lediglich am Anfang und Ende des Bandes muss man bedenken, dass der feine Stoff des Umschlags nach innen gefalzt wird und man besser keine bildwichtigen Partien an den Rand legen sollte.

Wenn es also darum geht, feinste Tonwerte zu erhalten, und sich die Präsentation des eigenen Bildmaterials an Kunden richtet, die Prints sehen wollen, kann ich Cinebook bestens empfehlen. Die im Juli 2011 ins Leben gerufene Marke ist ein Angebot der CinePostproduction GmbH, einem Tochterunternehmen der Cinemedia Film AG in Grünwald. Diese wiederum ging aus der 1911 von Karl August Geyer gegründeten ersten Filmkopieranstalt Deutschlands hervor. Damit steht das Cinebook geradezu symbolisch für die Verschmelzung der Anwendung von Lauf- und Stehbild.

Ich durfte das Cinebook testen und wählte dazu unter anderem einige Motive aus japanischen Gärten, die sich als äußerst widerspenstig in der Konvertierung für den Druck erwiesen hatten. Im Unterschied zu anderen Anbietern von echten Fotobüchern, die Fotos zusammenkleben und das auch immer so aussieht, wirkt das Cinebook wie ein Portfolio. Die Anlieferung des fertigen Produkts ging unglaublich schnell, ein echter Vorteil für Profis, die kurzfristig etwas Schickes für die Präsentation beim Kunden brauchen. Die hochwertige Mappe mit dem Magnetverschluss ist wunderschön, aber auch (was okay ist) empfindlich. Man sollte sie nicht, wie ich, zum Filmen auf einen Stein legen. Sehen Sie selbst:

Cinebook hat zehn 25%-Gutscheincodes spendiert, die ich jedoch individuell per Email verschicken muss. Wer sich interessiert: Bitte bis zum 24. September 2012 posten, welche Fotos Sie gerne in einem Cinebook präsentieren würden. Melden sich mehr als 10 Interessenten, entscheidet das Los.

Und apropos Präsentation: Die Neuauflage von „Erfolg als Fotograf – Wie man sein Können optimal präsentiert“ ist gerade beim Buchbinder. Die letzten Exemplare der ersten Auflage versendet dieser Tage Frau Neumann.

8 Kommentare

  1. ich würde darin meine Essensbilder präsentieren. Denn was ich mittlerweile gelernt habe, Bilder auf dem Rechner zu präsentieren ist nicht so wirkungsvoll wie sie ausgedruckt zu zeigen. Wenn dann auch noch die Präsentation in einem solch edlen Buch erfolgt, wirkt es noch besser

  2. Ich würde in dem Buch Bilder von meiner Mutter zusammenstellen – eine Serie, die ich über drei Jahre nach ihrem Schlaganfall fotografiert habe und die für mich unter dem Titel „Mein ganzes Leben muß ich neu lernen“ steht. Damals hat uns das Fotografieren beiden geholfen, mit vielen neuen Situationen fertig zu werden – heute bin ich froh um die Bilder auch aus dieser wichtigen Zeit.

  3. Erika Anna Schumacher

    ich würde gerne meine all-in-one Serie präsentieren,
    urbane Szenen und Sequenzen, von denen etwas erzählerisches ausgeht und die trotzdem ihr poetisches Geheimnis bewahren.

  4. Zuerst war ich mir nicht sehr sicher, welche Fotos ich praesentieren wuerde… repraesentative Hochzeitsreportagen als Portfolio vielleicht? Oder aber meine BMX Flatland Fotografien… dann habe ich das Video und die Fotos der Japanischen Gaerten gesehen, und denke, meine Fotos vom Nezu Schrein im Schnee waeren praedestiniert dafuer.

  5. Ich würde gern ein Projekt, bei dem ich Rasenausschnitte fotografiert habe, in einem Buch ausbelichten lassen, weil mich gerade die erwähnten Limitierungen im Grünbereich bei inem früheren Druckversuch sehr frustriert haben. Danke und Grüße aus Dresden, Uwe

  6. Die Gutscheincodes sind verschickt. Vielen Dank fürs Mitmachen und viel Spaß bei der Buchgestaltung. (Falls ich jemanden vergessen habe, bitte melden.)

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