Erfolg als Fotograf

Nachtrag: 2015 erschien eine überarbeitete Neuauflage.
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Im Laufe der vergangenen Jahre fielen mir bei den Beratungen von kommerziellen Fotografinnen und Fotografen immer wieder ähnliche Probleme und Defizite auf. Von: „Wie hole ich das Beste aus einer Mappenpräsentation?“ bis zu: „Was sollte eigentlich auf meiner Webseite stehen?“ gibt es viele Fragen. Nur selten werden diese Themen in der Ausbildung angesprochen, so dass vor allem Berufsanfänger verunsichert sind. Im fortgeschrittenen Berufsalltag wurde dann viel Provisorisches zur alltäglichen Praxis. Man stellt es nicht mehr in Frage, weil man das immer so gemacht hat. Aber ist es deswegen richtig? Wäre es nicht gut, einmal grundsätzlich zu überlegen, ob das, was man anzubieten hat, nicht erfolgversprechender präsentiert werden könnte? Sendet man überhaupt klare Signale nach außen? Wissen potenzielle Kunden wirklich, was sie von einem zu erwarten haben? Oder setzt man das stillschweigend voraus? Würde man sich das eigene (Berufs-)Leben nicht deutlich leichter machen, wenn man einmal eine Webseite hätte, die nicht nur schick aussieht, sondern auch rund um die Uhr von potenziellen Kunden und Interessenten gefunden würde?

Sicherlich: Es gibt Fotografen, die sich „naturwüchsig“ gut präsentieren können. Es gibt Seiteneinsteiger, die vorher im Marketing gearbeitet haben und wissen, worauf man zu achten hat. Aber die meisten Fotografen – und nicht nur die Anfänger – vertrauen darauf, dass sie „irgendwie“ auch weiterhin an „irgendwelche Jobs“ kommen werden. Sie wissen oft nicht einmal, was in einem Kostenvoranschlag aufgeführt werden kann oder wie eine Rechnung korrekt auszusehen hätte. Schlauer wäre es doch, sich gezielt um die Jobs zu bemühen, die man mit Freude machen möchte und sich auch außerhalb des Studios als Profi zu präsentieren.

Beispielsweise gehen hierzulande Fotografen sorglos mit dem um, was für sie am wichtigsten sein sollte: mit ihren Copyrights. Je mehr Unwissende ihre Dienstleistung zu einem niedrigen Tagessatz anbieten und zudem die gesamten Copyrights einschließen, ohne sie eigens in Rechnung zu stellen, desto mehr Unternehmen werden das für selbstverständlich halten: „Total-Buy-Out“ als Norm? Das kann es doch nicht sein, oder?
Sicherlich kann ein Buch keine individuelle Beratung ersetzen. Gleichwohl habe ich mich auch bei „Erfolg als Fotograf – Wie man sein Können optimal präsentiert“ wieder darum bemüht, „gleiche Chancen für alle Fotografierenden“ herzustellen. Wer sich die Zeit nimmt und mit dem Buch arbeitet, wird ein großes Stück weiterkommen und vor allem sehr viel mehr Sicherheit im Auftreten gewinnen.

„Erfolg als Fotograf“ richtet sich an Anfänger, Seiteneinsteiger und alle, die den Ehrgeiz besitzen, es als selbstständige Fotografen weit zu bringen. Hoffentlich kann ich auch jene Fotografen als Leser gewinnen, die „sich nicht verkaufen“ wollen. Diesen Einwand kenne ich so gut! Er war ein großer Ansporn, das Buch zu schreiben, Anleitung zu geben, um sich klar zu werden, was man will und das eindeutig nach außen zu kommunizieren – ohne fiese Kalt-Akquise, ohne andere zuzutexten. Ich möchte vermuten, dass ich bestimmt wieder den Finger in Wunden lege und das einige übel nehmen werden. Aber ich möchte auch behaupten, an jenen Stellen konkrete Vorschläge zu machen, an denen andere Autoren kneifen: Welche Strategie ist klug, wenn mein Gegenüber telefoniert statt sich meine Arbeiten anzusehen? Was sage ich, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde und warum ist eine souveräne Antwort extrem wichtig?

Wie wir alle wissen, spielt das Juristische in unserem Leben eine immer größere Rolle. Es freut mich, dass ich den bekannten Medienrechtler, Rechtsanwalt Tim Hoesmann aus Berlin, gewinnen konnte, einen Anhang für „Erfolg als Fotograf“ zu verfassen, in dem zum Beispiel die wichtige Frage behandelt wird, für welche Leistungen ein Fotograf den reduzierten Umsatzsteuersatz berechnen soll und wo nicht, und was man zu Lizenzvereinbarungen und zum Wettbewerbsrecht wissen sollte.

Natürlich hat sich auch „Erfolg als Fotograf“ in feines Leinen geworfen und verfügt über ein Lesebändchen. Trotzdem gibt es das 216 Seiten starke Buch für 39,80 Euro, damit es sich auch Auszubildende leisten können. Es erscheint rechtzeitig zur photokina – und kann jetzt über die neu eingerichtete Fotofeinkost-Verlagsseite vorbestellt werden.

PS: Lindemanns Fotobuchhandlung wird meine beiden Bücher am photokina-Stand, Halle 2.1, Stand B 030, vorrätig haben. Am Stand des Magazins FineArtPrinter auf der Sonderfläche zum Fine Art Printing in Halle 2.2 werde ich voraussichtlich am Messe-Donnerstag mein neues Buch signieren. Genaueres dazu gebe ich rechtzeitig vor Messebeginn bekannt.