HDR-Technik sinnvoll eingesetzt

Mit diesem Betreff sandte mir, der HDR-Skeptikerin, Torsten Elger heute zwei Arbeitsbeispiele zu, die ich gerne veröffentliche. Endlich einmal diese Technik nicht als Spielerei, sondern für eine schwierige fotografische Aufgabe sinnig eingesetzt.

elger_rohcomp

Wie man sieht, handelt es sich um einen echten Raum. Das Zeitfenster fürs Shooting war 2 Stunden. 31 Kameraeinstellungen mit je 5-8 Blenden/Belichtungszeit-Kombinationen liegen zugrunde. HDR-Handmade Composing, Stitching PTgui, Auflösung Original: 49 Mio Pixel, mit kompletten Verlauf 80×80 cm bei 300 dpi Auflösung. Beleuchtung 2 Tageslichtfotoleuchten + 2 LED-Schienen (alle Angaben vom Fotografen).

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Ausschnitt des fertigen Composings: Farbstich entfernen, Freistellung, Hintergrund einziehen, Schatten anlegen, Fußbodenspiegelungen anlegen.

Ja, Fotografie ernst genommen, kann leicht in Arbeit ausarten.

Mehr von Torsten Elger hier.

6 Kommentare

  1. Ich finde trotzdem, dass HDR nicht in die Fotografie gehört. Auch wenn das Ergebnis hier nichts mit der üblichen Bonbonbunten HDR zu tun hat. Liebe Grüße

  2. Klasse.
    Solche Bilder hängen bei uns hier auch rum. Jetzt weiß ich endlich wie die gemacht worden sind. Dachte bisweilen das die frei im PC entstanden sind. So kann man sich täuschen.

  3. Es ist leider, vor allem wegen der sehr vielen schlechten HDR-Bilder, ein Irrglaube, dass die HDR-Technik nichts mit Fotografie zu tun hat. Meine Erfahrungen sind die, dass ich sehr wohl ein großes Potential an fotografischen Wissens beim Erstellen des „Ausgangsmaterials“ für die finale Bearbeitung am Rechner einsetzen muss. Ich werde von den Betrachtern meiner Bilder sehr oft nach den Kameraeinstellungen die ich verwende befragt. Und das ist bei vielen Fotografen ja oft der Fehler. Es lässt sich eben Fotografie nicht auf den rein technischen Prozess reduzieren. Die Situation, der Augenblick bestimmt die Wahl der Mittel und Methoden. Dies gilt auch für die HDR-Technik. Sie erweitert, richtig eingesetzt, wie jede Technik die Möglichkeiten der Fotografie und ist so Teil dieser neuen Gestaltqualität.

  4. Was aus der Beschreibung gar nicht hervorgeht: wofür wurde Stitching eingesetzt und wofür HDR gebraucht? Gibt es ein ‚Vorher‘ Bild ohne Manipulationen? Ich musste auch schon oft in Industrieräumen fotografieren, das ist manchmal nicht einfach aber ich brauchte weder noch.

  5. Tolle Sache! Ich muss mich auch mal dringend damit ein bisschen Auseinander setzen!

    Liebe Grüße
    Ero

  6. auf den ersten blick und in anbetracht des kurzen aufnahmefensters und des kleinen raumes, vll auch des kundenwunsches, sicher ein okayes produktfoto.

    allerdings ist auch hier ein typischer ‚hdr-look‘ erkennbar: in flächen sind mapping-halos zu erkennen, tiefen und lichter werden durchs mappen richtung mitte verschoben, erstmal natürlich vorteilhaft, um ‚unschönen‘ helligkeitsabfall aufzufangen. das plättet aber auch die ‚räumlichkeit/tiefe‘ der maschine, die in einem guten produktschuss eben durch gezielt gesetztes licht (und schatten) ansprechend hervorgehoben wird.

    ich bin mehr ein fan von spannenden reflexen und verläufen für mehr(!) plastizität. hdr, bzw das folgende mapping ist für derlei aufgaben keine lösung für mich, schon eher belichtungen mit unterschiedlichen lichtsettings, die anschliessend stimmig zusammenmontiert werden.

    gruss
    andreas

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