Paris im Zeichen der Fotografie – Teil 1

Wenn in den geraden Jahren im November „Mois de la Photo“ ist, wird die Seine zur Nabelschnur der Fotowelt. Die Messen, Auktionen, kleinen und größeren Ausstellungen zu besuchen, die rund um das Hauptevent „Paris Photo“ angeboten werden, ist ein nahezu unmögliches Unterfangen, zumal vieles zeitgleich stattfindet. Ein wunderbarer Auftakt war wieder der erste Blick aufs Grand Palais am Eröffnungsabend.

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Blick von der Rive Gauche aufs Grand Palais, unter dessen Glaskuppel die Galerienmesse „Paris Photo“ abgehalten wird.

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Seit 40 Jahren fotografiert Nicholas Nixon seine Frau und deren drei Schwestern einmal im Jahr. Das Tableau der Fraenkel Galerie war eine beeindruckende und berührende Messeattraktion.

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Zusätzlich zu den internationalen Galerien sind bei der Paris Photo auch Fotobuchverlage zu finden, darunter einige deutsche wie Kehrer, HatjeCantz und Steidl. Dass die Bildautoren zu einem festen Termin am Stand ihre Bücher signieren, gehört dazu. Deshalb sind „alle“ Fotografen wenigstens ganz kurz auf der Paris Photo!

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Unschwer zu erkennen: Joel Meyerowitz, der noch bis zum 11.1. mit einer großen Retrospektive im NRW-Forum in Düsseldorf geehrt wird.

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James Mollison (einer der 16 Fotografen in meinem aktuellen Buch) zeigte mir die Andrucke zu seinem neuen Bildband, der Anfang 2015 in den USA erscheint.

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Die Veranstalter kommen ihrer pädagogischen Aufgabe nach: Für die VIPs gibt es Führungen, bei denen die Exponate erläutert werden. Hier das Logo-Foto der diesjährigen Paris Photo von Robert Longo.

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Immer interessant: Die SFR Jeunes Talents. 2012 hingen hier die Bilder von Patrick Willocq (ein weiterer der 16 Fotografen in „Fotopraxis mit Perspektive“). 2014 beeindruckte mich Clémentine Schneidermann mit der Serie „I called her Lisa-Marie“.

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Weithin hörbar und etwas nervig war das schrillende Telefon am Stand von Robert Morat Hamburg/Berlin – eine Installation für 14.500 Euro von Christian Patterson.

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Herr Taka Ishii von der gleichnamigen Galerie aus Tokio (Araki’s Galerist) verband zwei Kojen mit einem schicken Loch in der Wand.

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Etwas seltsam: Bei Kicken Berlin quetschten zwei sehr speckige Sessel in einer Ecke. Das Auslegen von Bildbänden ist bei den Galerien obligatorisch.

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Irving Penns Kinder aus Cuzco hingen bei Hamilton’s in einem wunderbaren Platinprint, von dem 60 Stück aufgelegt worden waren. Auf meine Nachfrage wurde eröffnet, dass das Bild 1 Million kosten soll (ob Dollar, Pfund, Euro – ich habe nicht nachgefragt).

Im zweiten Teil folgen Detailaufnahmen von Bildpräsentationen und ein paar Eindrücke außerhalb dieser Messe.

1 Kommentare

  1. Die zwei sehr speckigen Sessel bei Kicken in einer Ecke, finde ich nicht etwas seltsam.
    Sie sind zu zweit, sehr speckig und quetschten sich in eine Ecke.
    Ein Sinnbild für die aktuelle Fotografie.
    Vielleicht !?

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