Paris im Zeichen der Fotografie – Teil 2

Eine große Rolle auf dem Sammlermarkt spielt die Bildpräsentation. Alu-Dibond gab es bei den Galerien auf der Paris Photo deutlich weniger zu sehen, dafür viele weiße Rahmen und etliche Tableaus. Das bewegte Bild war kaum vertreten. Eine der wenigen Ausnahmen: diese Installation mit programmierten LED-Leuchten, die im statischen Bild Bewegung suggerieren.

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Eine interessante Variante von Jim Campell aus San Francisco an der Bryce Wolkowitz Gallery auf der Paris Photo.

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Ein großes Panoramabild von Miguel Rothschild („Aniversario La Habana“), aus dem Punkte in drei Größen ausgestanzt wurden.

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Bernheimer Fine Art stellte die Arbeiten von Christopher Thomas mit sichtbarem Büttenrand aus. So wird der Print zum Objekt.

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Bei Sotheby’s gab es eine Führung von Brandei Estes für die Bieter der abendlichen Auktion am 14. November 2014. Hauptattraktion war ein Unikat von Andreas Gursky über das die Expertin sagte: An was erinnert uns das? Und die Dame links antwortete: An Damian Hirst – wenn ich die französische Konversation richtig verstanden habe. Ähm, ja. Auch wenn dieses Bild mit den Parfümflakons banal ist: Dass bei einem Gursky ein Vergleich zur Aufwertung herhalten muss, hat er nicht verdient. Das Bild wurde für 409.500 Euro zugeschlagen und erzielte damit in diesem Jahr in Frankreich den höchsten Preis für ein Foto.

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Die alternative Messe zu Paris Photo „Fotofever“ findet dort statt, wo ursprünglich auch erstere untergebracht war, im Carousel du Louvre. Die Wand für den Sammlungsanfänger ist ziemlich repräsentativ für diese Messe – es war eng und bunt.

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Galerie 798 aus Peking auf Fotofever, deren ausgestellte Bilder stark an einen niederländischen Künstler erinnern.

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Fotos überall in der Stadt – hier am Bauzaun des Forum des Halles.

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Nur ein Beispiel dafür, dass sich das Abklappern von Ausstellungen nicht unbedingt lohnt. Von der großartigen, erst 27jährigen Fotografin Meeri Koutaniemi hingen gerade einmal acht Bilder in der Cafeteria des finnischen Instituts. Schade.

In Paris bin ich immer sehr gerne. Und mit so viel Fotografie als Bonus ist es doppelt so schön. À l’année prochaine!

PS: Es gab auch eine Fototechnik-Messe. Über die berichtet mein Kollege Urs Tillmanns.