Sabine Plamper

Sabine Plamper (Jg. 1972) lebt schon seit zehn Jahren in Niederlanden, obwohl sie eigentlich nur mit einem EU-Stipendium für sechs Monate als Assistentin bei einem Fotografen arbeiten wollte. Das war nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften und Ästhetischen Kommunikation in Hildesheim. Vor dem Studium hatte sie schon ein Jahr in den USA gelebt, nach dem Vordiplom in Sankt Petersburg in Russland.

Nun ist sie schon so in Amsterdam akklimatisiert, dass es wahrscheinlich einem Auslandsaufenthalt nahe kommt, wenn sie mit ihrer Familie 2009 für ein Jahr nach Berlin ziehen wird während wir für diesen Beitrag in Email-Kontakt standen, bekam sie ihr zweites Kind. An den Niederlanden schätzt sie, dass alles viel lockerer ist als in Deutschland, und dass es auch einfacher ist, sich in einem freien und künstlerischen Beruf selbstständig zu machen. Im letzten Jahr habe ich zusammen mit dem Fotografen Rogier Alleblas an dem Buch ‚De wereld in een straat’ (Die Welt in einer Straße) gearbeitet“, schreibt sie. Es wird im Juni erscheinen. Das Buch ist wieder ein schönes Beispiel wie aus einer kleinen Idee ein großes Projekt wird: es ist mit Unterstützung der Stadt finanziert, da sich die Straße in einem ‚schlechten Wohngebiet’ von Amsterdam befindet, und die Kontakte der Nachbarn untereinander stimulieren soll.“

Ihre fotografischen Arbeiten entstehen oftmals frei, dann aber versucht sie, diese an Magazine zu verkaufen, was ihr sowohl bei der Serie über Achselhaare gelungen ist, als auch bei dem Projekt über Menschen in Uniform und in ihrer privaten Kleidung. All das und noch viele andere schöne Projekte kann man auf ihrer Homepage www.sabineplamper.nl ansehen.