Sebastian van den Akker

„Die Kunst, Deutscher zu sein“ hieß eine Wanderausstellung mit Stationen in Berlin, Brüssel, Washington D.C., Rabat und Nancy, für die Sebastian van den Akker noch als Student der Fachrichtung Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund typisch deutsche Tugenden „auftischt“. „Irritation und unterkühlte Stimmung, Kommunikation im Keim erstickt – es gilt, die Suppe auszulöffeln“, kommentiert er. Fotofeinkost eben! Sein großartiges Talent entfaltet der 1978 in Moers geborene Fotograf in seiner Diplomarbeit „Ein Tag in Peking“, wobei dieser Tag natürlich fiktiv ist, und die Fotos alle, wie es sich heute an der Hochschule gehört, inszeniert sind. Es gibt darunter zwei wunderbare Motive, die zu toppen ziemlich schwer werden dürfte: den Koch in der Imbissbude und der Telefonladen.Phone, Peking 2005

Sebastian van den Akker, inzwischen BFF-Junior, sagte zu dem Projekt: „In mir hinterlassen die vielen Gesichter Beijings ein Gefühl von Surrealität. Auch in meinen Bildern findet sich ein Teil dieser Stimmung wieder. In Momenten des Alltäglichen lassen sich surreal erscheinende Aspekte entdecken. Was mich fasziniert, ist genau dieser Zwischenraum, in dem sich das Vertraute aus dem Alltag herauslöst und eine neue Bedeutung bekommt.“

Sebastian van den Akker fotografiert regelmäßig für das Magazin Focus und für verschiedene Werbekunden. Weitere Arbeiten siehe unter www.sebastianvandenakker.de